USA
Übersicht
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Freitag, 28. August Der Abflug mit Lufthansa ab Düsseldorf um 11.35 Uhr erfolgte pünktlich. Noch konnten wir vier Gepäckstücke mitnehmen, so dass es kein Problem war, (zum ersten Mal) Campingausrüstung mitzunehmen. Nach der deutschen Passkontrolle wurden wir noch gefragt, ob wir Esta ausgefüllt hätten. Wir flogen über Amsterdam und Schottland, es war meist bewölkt. Es war klasse, dass wir auf diesem Flug In-Seat-Entertainment hatten. Es gab u.a. Duplicity und 1 ½ Ritter. Flugzeit war knapp 9 Stunden. In Chicago hingen die Wolken bis fast zum Boden. Hier nahmen wir die Bahn zum Terminal 1. Die Schlange an der Security war lang. Insgesamt brauchten wir eine gute Stunde. Bei den vier Stunden Aufenthalt, die wir hatten, kein Problem. Wir gingen noch einen Burger essen bei Chili's. Der Abflug mit United um 17.51 Uhr Ortszeit war ebenfalls pünktlich. Unterwegs sahen wir die Coral Pink Sand Dunes, den Yellow Rock, den Zion NP, das Valley of Fire - leider war es schon zu dunkel für Fotos. Nach 3,5 Stunden landeten wir kurz vorm Dunkel werden in Las Vegas. Auf der rechten Seite konnte man schön den Stratosphere Tower und den Strip sehen. Es war 19.20 Uhr Ortszeit. Die Hitze traf uns wie ein Schlag. Von 108 Grad Fahrenheit hat es sich immerhin schon auf 106 °F abgekühlt! Mit 44 °C soll es der heißeste Tag des Jahres in Las Vegas gewesen sein! Man hat das Gefühl, man betritt einen Backofen, die Luft ist wie ein heißer Fön. Wir nahmen den Shuttle zum neuen Car Rental Center und mussten bei Alamo etwas anstehen. Wir ließen uns nicht von der gebuchten Midsize abbringen und zu einem Upgrade überreden. Als wir zu den Wagen kamen, sagte dann ein Mitarbeiter: Take any SUV. Es gab eine Midsize und eine normale SUV-Reihe. In letzterer standen ein Nissan Pathfinder, den die Deutschen schon in Beschlag genommen hatten, die in der Reihe genau vor uns standen, ansonsten zwei Dodge Nitro 4x4 und zwei Jeep Wrangler. In der Midsize-Reihe standen mehrere Nissan Rogue AWD, ein Toyota RAV4 und ein Chevy Equinox. Wir wussten nicht so recht, was wir nehmen sollten. Keiner der Wagen sagte uns so richtig zu. Als die nächsten Mieter mit dem Eqinox wegfuhren, warteten wir noch etwas. Dann kamen nacheinander ein Ford Escape AWD, ein Jeep Laredo 2WD und ein Chevy Trailblazer aus der Waschstraße. Beim letzteren griffen wir dann schnell zu. Er hatte immerhin schon 32.000 Meilen runter, aber immerhin 4WD und ein vollwertiges Ersatzrad. Zugelassen war er auf Hawaii! Farbe: schwarz. Um 22 Uhr Ortszeit erreichen wir unser Hotel, das Best Western Mardi Gras in der Paradise Road. Es ist normaler Best Western Standard, aber das Zimmer ist richtig schön groß, mit Kühlschrank und Kaffeemaschine sowie kostenlosem W-LAN (in Las Vegas keine Selbstverständlichkeit). Im Innenhof befindet sich ein netter Poolbereich einschließlich Hot Tub. Wir hatten Glück und konnten ein Special buchen, in dem das (nicht außergewöhnliche) Frühstücksbüffet von $8,95 schon inklusive war. So zahlten wir nur den Zimmerpreis von $67 plus Tax. |
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Samstag,
29. August, sonnig, ein paar Schleierwolken, 42 °C Um 7.45 Uhr machten wir uns auf den Weg. Es ging zum Wal-Mart auf dem Charleston Boulevard. Hier machten wir erst mal Großeinkauf: Proviant für die nächsten Tage sowie noch etwas Campingausrüstung. Um 9 Uhr kamen wir dann los. Es ging auf die I-15 nach Norden. Um 10.15 Uhr fuhren wir am Exit 112 ab und nahmen die Straße Richtung Riverside. Hinter der Brücke über den Virgin River ging es nach rechts auf die unbeschilderte New Gold Butte Road. Erst später steht ein Schild an der Straße. Bis zur Whitney Pocket in 22 Meilen Entfernung ist die Strecke geteert. Die bunten Felsen der Whitney Pocket haben uns schon gut gefallen. Von dort ging es weiter geradeaus Richtung Gold Butte. Nun sind es noch mal 15 Meilen bis zum Ziel. Nach 7 Meilen kommt ein Schild, wo es rechts zum Devil's Throat geht. Kurz darauf ging es wieder rechts auf recht steiniger Straße, aber mit High Clearance gut zu fahren. Es ging durch eine Engstelle in den Felsen, dort geht es im Wash weiter, an einem Corral vorbei und an roten Felsen, auf denen man auch indianische Petroglyphen findet. Schließlich macht der Weg eine scharfe Rechtsbiegung, dann ist es nicht mehr weit bis zum Ende der Straße vor einer Barriere. Einschließlich einer kurzen Lunchpause an den roten Felsen hatten wir von der Interstate bis hierher zwei Stunden gebraucht. Wir parkten kurz vor der Absperrung und liefen querfeldein Richtung Osten, immer rechterhand des Zauns, den wir kurz vor erreichen des Ziels dann doch noch überkletterten. Nach 10 Minuten waren wir am Devil's Fire (auch als Little Finland bekannt, mehr zum Namen). Die filigranen Strukturen luden zum Fotografieren ein, aber es war Mittagszeit und inzwischen so heiß, dass es kaum noch auszuhalten war. Der Rückweg zum Auto war eine Qual. Der Wind, wenn er mal wehte, war wie ein heißer Fön, ansonsten fühlte man sich wie im Backofen. Noch nie war ich so froh, schnellstmöglich am Auto zu sein! Insgesamt waren wir eine Stunde unterwegs. Auf der Rückfahrt (für die wir 1,5 Stunden benötigten) nahmen wir hinter der Engstelle in den Felsen die Abkürzung nach links immer im Wash. Aus der anderen Richtung findet man die Wash-Einfahrt kurz hinter dem Kuhgitter auf der Straße an einem Schild „Limited Use Area“. Auf der ganzen Strecke war uns bisher kein anderes Auto begegnet, aber kurz vor Schluss kamen uns ein Pick-up und ein Jeep Laredo entgegen. Im Jeep saßen zwei Forenbekannte, Lone Rock Tanja und Dirks, die beim Devil’s Fire zelten wollten. Wir dagegen wollten zum Snow Canyon bei St. George. Kaum waren wir wieder auf der Interstate leuchtete ein Warnlämpchen zum Reifendruck auf! Oh nein, sollten wir uns direkt am ersten Tag schon einen Platten geholt haben?! Wir schaffen es bis St. George (mittlerweile war es 15.30 Uhr Nevada-Zeit bzw. schon 16.30 Uhr nach Utah-Zeit) und fuhren zum Reifenshop beim Wal-Mart, wo wir den Reifendruck prüfen ließen. Aber zum Glück war alles in Ordnung und wir mussten auch nichts zahlen! Als nächstes hielten wir am Smith's Supermarkt und kauften uns was zum Abendessen. Dann fuhren wir über den Südeingang in den Snow Canyon State Park (als Camper sparten wir die $5 Eintrittsgebühr pro Auto). Um 18 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Es waren noch ausreichend Plätze frei. Wir entschieden uns für den Zeltplatz Nr. 26. $8 pro Person waren fällig. Da keiner mehr an der Rezeption war, nutzten wir die Selfpay-Station. Wir bauten schnell unser Innenzelt auf (für das Außenzelt war es noch zu warm), dann fuhren wir noch zu den Aussichtspunkten Petrified Dunes und Lavaflow Overlook. Zum Abendessen gab es Hähnchenteile, Salat und Brot sowie frische Erdbeeren zum Nachtisch. Zum Glück war es mittlerweile etwas kühler, und über Nacht kühlte es auf 23 °C ab. Der Sternenhimmel war fantastisch! |
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Sonntag, 30.August,
sonnig, ca. 32 °C Kurz vor Sonnenaufgang standen wir auf. Um 8 Uhr fuhren wir los. Die Luft jetzt am Morgen war sehr angenehm. Zurück auf der UT 18 am Nordende des Snow Canyons bogen wir nach einer Meile auf eine kurze holperige Dirt Road zum Snow Canyon Overlook ein. Wir fuhren erst mal zum Starbucks in St. George, dann kauften wir noch mal kurz bei Smith's ein und tankten für $2.68 pro Gallone. Um 9.15 Uhr kamen wir dann los.
Ab dem Kolob Reservoir ist der weitere Verlauf der Straße ungeteert, landschaftlich ist sie dann auch nicht mehr so interessant. Es geht auf eine Hochebene in 2900 Meter Höhe. Eine Stunde brauchten wir noch bis zur UT 14. Kurz vorher gab’s noch eine schöne Aussicht von weit oben auf Cedar City. Um 15 Uhr hatten wir das Cedar Breaks National Monument in über 3000 Meter Höhe erreicht. Wir zahlten $4 pro Person Eintritt, ansonsten gilt auch der Nationalparkpass, den wir dieses Mal nicht hatten. Cedar Breaks ist meist bis in den Juni hinein eingeschneit. Hier oben hatten wir zur Zeit „nur“ 23 °C, und es war äußerst windig. Die Lichtverhältnisse am Nachmittag waren OK. Auch wenn der Bryce Canyon natürlich noch viel größer ist, uns hat’s auch hier gut gefallen. Nachdem wir die verschiedenen Aussichtspunkte abgefahren hatten, ging es auf der UT 143 weiter Richtung Panguitch. Unterwegs entdeckten wir noch ein paar interessante White Rocks unweit der Straße. Einen guten Blick darauf werfen kann man vom Ende der kurzen Dirt Road 1048, ca. 8 Meilen südlich von Panguitch. Um 16.45 Uhr kamen wir in Panguitch an. Alle Motels hatten noch Vacancies. Wir fragten im Purple Sage Motel, das wir uns vorher bei Tripadvisor ausgeguckt hatten, nach einem Zimmer und zahlten $79 plus Tax für zwei Queen-Betten. Es gab einen Coffee Maker auf dem Zimmer und kostenloses W-LAN. Das Motel war OK, aber etwas überteuert für den Preis, bedingt durch die Nähe zum Bryce Canyon.
Da am Sonntag kaum Restaurants geöffnet hatten, endeten wir im Flying M Restaurant, was ziemlich durchschnittlich war: Trout und Halibut Filet mit Vorsuppe für $32 inklusive Getränke plus Trinkgeld. |
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Montag, 31.August,
sonnig, 32 °C Wir frühstückten auf dem Zimmer. Dann gingen wir noch kurz im Supermarkt an der Kreuzung einkaufen, der relativ gut sortiert war. Anschließend verließen wir Panguitch. Kurz vorm Bryce Canyon hielten wir noch an der Bakery am Foster's Motel und erstanden für $5 ein halbwegs brauchbares Baguette für unser Abendessen, denn es war mal wieder Zelten angesagt. In Escalante hielten wir zunächst am Escalante Interagency Office, um uns nach der Anfahrt zum und der Wanderung im Coyote Gulch ab dem Forty Mile Ridge Trailhead zu erkundigen. Der Ranger war gewohnt wortkarg. Aber wir bekamen das gewünschte kostenlose Permit für die Übernachtung. Dieses hätten wir uns aber auch am Trailhead selbst ausstellen können. Wie der Ranger sagte, ist es aber nicht erlaubt, direkt am Trailhead zu übernachten, aber irgendwo kurz vorher. Als nächstes gönnten wir uns einen leckeren Kaffee auf der Terrasse des Escalante Outfitters. Dabei konnte man Kolibris beobachten. Nachdem wir uns bei Subway noch ein Sandwich besorgt hatten, fuhren wir um 10.15 Uhr weiter. Nun ging es auf die Hole-in-the-Rock Road. Nach 10 Meilen bogen wir Richtung Harris Wash ab. Nach weiteren 3,3 Meilen erreichten wir eine Gabelung. Wir fuhren zunächst links weiter und über den Harris Wash Trailhead hinaus. Wir querten den Harris Wash, die Straße wurde nun schlechter, meist noch gut zu fahren, aber mit einigen schwierigen Passagen. Zum Teil war sie sandig, zum Teil ging es über Slickrock. Nach weiteren gut 3 Meilen parkten wir schließlich oberhalb einer mit Slickrock durchsetzten sandigen Washquerung. Eventuell hätte man diese über Slickrock umfahren können, aber die Straße endete sowieso kurz darauf in einer Sanddüne. Um 11.15 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Volcano (bzw. Islomania Dome), den man von hier bereits sehen konnte, wenn man weiß, welche Stelle die richtige ist (Wegbeschreibung). Wir liefen noch ein Stück die Straße weiter, nach ca. 800 Metern ging es dann aber unterhalb eines Slickrockhügels durch den Sand bis auf eine große Slickrockfläche in einer Senke unterhalb des Volcanos. Nun suchten wir uns den besten Weg den Hügel hinauf. Es waren einige Höhenmeter zu überwinden! Aber der Volcano war schon sehr imposant, so dass es sich wirklich gelohnt hat. Für den Hinweg benötigten wir 50 Minuten, zurück 40. Auf dem Rückweg versuchten wir einen direkteren Weg zurück zum Auto zu nehmen, aber auch hier mussten wir teilweise durch Sand. Um 13.30 Uhr waren wir wieder am Wagen. Wir fuhren die gleiche Strecke zurück bis zur Gabelung, nun fuhren wir links weiter (bzw. rechts, wenn man von der HIRR kommt). Nach weiteren 20 Minuten Fahrt auf einigermaßen gut fahrbarer Straße mit ein paar kleineren Steinstufen und etwas Sand auf den letzten 2,5 Meilen erreichten wir den inoffiziellen „Parkplatz“ zum Hexengarten. Um 14.30 Uhr liefen wir in Richtung Nordwesten los. Schon bald stiegen wir in einen Wash hinab, dem wir weiter nach Westen folgten. Bald darauf tauchte rechterhand ein helles Slickrockfeld mit ein paar interessanten Hoodoos auf, die wir uns erstmal genauer anschauten. Auf der nördlichen Seite ging es dann wieder hinunter in einen weiteren Wash. Diesem folgten wir nun ein Stück weiter Richtung Westen, bis wir linkerhand den aus roten Hoodoos bestehenden Hexengarten erblickten. Nachdem wir hier noch ein wenig rumgelaufen waren, folgten wir zunächst dem Wash zurück in Richtung Auto. Nach einer Weile bogen wir jedoch in Richtung Norden ab, um zu den Red Rocks und zum sogenannten Ätschi Bätschi Tower zu gelangen. Die Red Rocks hatten wir bald erreicht, aber bis zum riesigen Turm waren es immer noch 850 Meter Luftlinie. Da es langsam spät wurde, und wir noch ein ganzes Stück auf der HIRR zu fahren hatten, verzichteten wir darauf, bis zum Tower zu laufen. Bis zum Auto zurück war es immerhin noch mal genauso weit. Die HIRR war gut zu fahren, nicht so viel Waschbrett wie im vorigen Jahr, andere Autos sind uns aber kaum begegnet. Ab dem Abzweig Egypt, wo das Kane County beginnt, wurde die Straße etwas schlechter, aber mit High Clearance immer noch problemlos. Es gab nur ein kurzes Stück auf weißem Gipsboden mit Straßenschäden und tiefen Spurrillen und ein paar leicht sandige Passagen. Schließlich bogen wir auf die Forty Mile Ridge Road ein, der wir noch sieben Meilen bis zum Ende folgten. Die letzten zwei Meilen waren sehr sandig, aber mit 4WD Low kein Problem. Um 18 Uhr hatten wir den Trailhead erreicht und schlugen unterhalb dessen unser Zelt auf. Zum Abendessen gab es Baguette mit einer Dose Thunfisch und Philadelphia-Käse, dazu ein paar Erdnüsse, Salzbrezeln, Wein und Bier. Mangels Sitzgelegenheit saßen wir zum Essen im Auto. Dabei flog uns fast ein Kolibri durch die Tür. Auch Fledermäuse waren einige zu sehen. |
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Dienstag, 1. September, größtenteils bedeckt, 32 °C Kurz bevor die Sonne aufging, standen wir auf. Nach einem schnellen Frühstück bestehend aus Cornflakes mit Milch, Bananen und Croissants bauten wir das Zelt wieder ab und machten uns um 7.30 Uhr auf den Weg zum Coyote Gulch. Zunächst ging es eine lange Sanddüne hinunter, dann weiter über Slickrock. Hier folgten wir den Cairns. Sie führten uns schließlich ein Stück nach rechts zu einem schönen Aussichtspunkt auf den Escalante River mit dem gewaltigen Stevens Arch hoch oben in der Wand. Bis hierher brauchten wir eine knappe Stunde. Trotz GPS hatten wir erst etwas Probleme den Einstieg Crack-in-the-Wall ein Stück weiter links zu finden. Wenn man nicht weiß, wo man suchen soll, ist die Stelle wirklich nicht ersichtlich. Wir fanden dann noch ein paar weitere Cairns, die in die richtige Richtung wiesen. Wir seilten unsere Rucksäcke den ersten Absatz hinab, dann stiegen wir selbst hinunter. Nun wurde es so eng, dass man sich gerade noch durch den Spalt quetschen konnte. Anschließend ging es dann etwa eine halbe Stunde eine tiefsandige Düne hinunter. Unten angekommen wandten wir uns zunächst nach rechts Richtung Escalante River. Es ging über ein steiles Stück Fels, wo man aufpassen musste, dass man nicht in die Tiefe abrutscht, dann im Coyote Creek und Escalante River weiter, bis wir eine tolle Sicht auf den Stevens Arch mit dem dem Himmel dahinter hatten. Auf dem gleichen Weg ging es zurück. Dieser Abstecher hatte insgesamt eine Stunde gedauert. Nun wanderten wir den Coyote Gulch stromaufwärts. |
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Nach einer Weile erreichten wir zwei Wasserfälle. Beide umgingen wir linkerhand. Dann tauchte irgendwann der Cliff Arch oben im Fels auf. Kurz vorher befindet sich eine riesige Alcove. Hier querten wir den Bach und liefen den Trail auf der linken Uferseite weiter. Oder man läuft einfach im Wasser weiter. Hinter dem Cliff Arch kommt noch mal eine Stelle, wo man über Geröll klettern muss. Hier ging es auf der rechten Seite weiter. Nachdem der Pfad immer mehr durch Gebüsch führte, liefen wir von nun an hauptsächlich im Wasser. Nach ein paar weiteren Bachwindungen liefen wir direkt unter der Coyote Natural Bridge durch. Direkt dahinter befinden sich ein kleiner Slot, durch den das Wasser strömt und ein paar sehr schöne Kaskaden. Kurz vor dem Jacob Hamblin Arch trafen wir zum ersten und einzigen Mal auf zwei weitere Wanderer, die eine Nacht im Gulch verbringen wollten. Wir kamen am ersten Toilettenschild vorbei und stiegen hoch zum Toilettenhäuschen. Es war kurz nach 15 Uhr. Dann stiegen wir wieder runter zum Canyonboden, und ein paar Meter hinter dem Schild geht es die Wand hoch, wenn man hier aus dem Coyote Gulch aussteigen will. Der Aufstieg war heftig. Wir waren nahe dran, es nicht zu wagen, aber dann hätten wir auf dem gleichen Weg zurücklaufen müssen, und das hätten wir vor dem Ende des Tages nicht mehr geschafft, zumal wir noch die große Tiefsanddüne wieder hoch gemusst hätten! Wir hatten noch GPS-Daten von einer weiteren Ausstiegsmöglichkeit, aber dazu wussten wir überhaupt keine Details, außerdem wäre der Rückweg noch länger geworden. Hier rauf war der kürzeste Weg zum Auto. Vor allem hatten wir Angst, dass wir uns versteigen und irgendwann weder weiter hoch noch heil wieder runter kommen! Das untere Stück hat einige sehr exponierte Stellen, wo man sich so gut wie nirgendwo festhalten kann, und man muss einfach auf den Grip der Wanderschuhe vertrauen und nicht nach unten blicken! An manchen Stellen befinden sich ein paar Kerben in der Wand, aber diese reichen nicht aus, um sicher hochzukommen. Wir beschlossen, unsere Rucksäcke hochzuseilen, so dass man besser klettern konnte. Nachdem das untere steile Stück überwunden war, ging es zum Glück einfacher weiter. Wir waren sehr erleichtert! Nachdem wir den Aufstieg gemeistert hatten, folgten wir zunächst den Cairns, die zum Wassertank führten. Erst später bogen wir nach links ab, was wir wohl schon früher hätten machen sollen. Über teils sandige Abschnitte und Slickrock ging es querfeldein zurück zum Auto, das wir kurz nach 18 Uhr erreichten. Wir hatten an diesem Tag jeder 3,5 Liter Wasser mit. 3 Liter hat jeder verbraucht. Es war zwar die meiste Zeit bedeckt, aber unten im Gulch war es schwülwarm. Die Wanderung durch den Canyon, wo die roten Felswände mit dem Grün der Bäume kontrastieren, war sehr idyllisch. Bei Sonnenschein, wenn die Felsen richtig leuchten, wäre es sicher noch schöner gewesen. Ein paar kleine Tiere sahen wir auch unterwegs: einen Kolibri, kleine Frösche, Echsen. Die Strecke war insgesamt 10 Meilen lang. 10,5 Stunden waren wir unterwegs. Für die Rückfahrt nach Escalante brauchten wir 1 Stunde 15 Minuten. Wir checkten im vorgebuchten Circle D Motel für zwei Nächte ein: $65 abzüglich 10% Synnatschke-Rabatt. Unser Zimmer hatte zwei Betten, Kühlschrank, Mikrowelle, Kaffeemaschine, kostenloses W-LAN, wir fanden es wirklich ganz nett. Zum Abendessen gingen wir ins altbewährte Cowboy Blues Restaurant schräg gegenüber: 2x Mountain Trout mit Fritten und Gemüse sowie Vorsuppe, sehr lecker! Mit zwei Colas zahlten wir $33,30 plus Tip. |
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Mittwoch, 2.
September,
meist sonnig, mittags
bewölkt, 32 °C
Anschließend folgten wir dem Trail weiter stromaufwärts, wobei wir direkt wieder den Fluss querten. Nun hält man sich auf dem Trail oberhalb des Flusses. Nach etwa 10 Minuten nahmen wir einen schmalen Pfad links nach oben. Unterhalb der Felswand auf dem südlichen Flussufer befinden sich zwei Granaries in einer schmalen Alcove. Linkerhand davon findet man auch ein paar Petroglypen in der Felswand, die leider schon Spuren von Vandalismus aufwiesen. Dann liefen wir zurück zum Fluss, den wir noch einmal querten. Nach fünf Minuten sieht man dann den Escalante Arch oben in der südlichen Felswand. Eine Stunde brauchten wir danach für den Rückweg zum Trailhead. Insgesamt waren wir drei Stunden und 15 Minuten unterwegs. Es war 12.45 Uhr. Nach einem kurzen Lunch Break machten wir uns auf den Weg zum 100 Hands Panel. Man folgt dem schmalen Pfad, der vom Trailhead-Parkplatz rechts an der Cabin vorbeiführt. Schon bald klettert man rechts auf einen Felsvorsprung hoch. Dann steigt man auf einem Pfad, der nach links weggeht, auf das Plateau hoch. Geradeaus sieht man nun einen Sattel zwischen zwei Felsen. Links davon befindet sich das 100 Hands Panel hoch oben in der Felswand. Bis dorthin brauchten wir etwa 15 Minuten. In der heißen Mittagssonne, war der Aufstieg ziemlich anstrengend. Ganz links und ganz rechts in der Felswand auf dem Plateau befinden sich noch einige interessante Petroglypen, die wir uns natürlich auch anschauten. Wir schafften es gerade rechtzeitig zurück zum Auto, bevor eine Regenfront durchzog. Wir fuhren erst mal hoch zum Kiva Koffeehouse und genehmigten uns einen Kaffee.
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Copyright © Katja Maue